Feldlagerschutz

Seit mehreren Jahren werden vermehrt deutsche Soldaten in verschiedenen Ländern für Friedensmissionen eingesetzt. Die Feldlager sind dabei in manchen Ländern einer wachsenden Bedrohung ausgesetzt. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, sind auch Angriffe mit Raketen, Artillerie und Mörsern zu befürchten. Daher ist der Schutz vor solchen RAM-Bedrohungen und deren Abwehr von Interesse.

Aufgabe

Im Rahmen von Studien war 2005 zunächst das Gefahrenpotential der RAM-Bedrohungen und das Schutzpotential von aktiven Abwehrmaßnahmen zu untersuchen. In weiteren Studien wurden Anforderungen an Abwehrsysteme identifiziert und die Anwendbarkeit eines konkreten Abwehrsystems für den Schutz von Feldlagern vor RAM-Bedrohungen bewertet.

Simulationsmodell

Für eine Simulation wird ein Szenario eingegeben bestehend aus einem Feldlager und seinen Elementen oder auch umliegenden Objekten, mindestens einer Bedrohung und meist einem Schutzsystem bestehend aus Leitstandmodulen, Sensoren und Effektoren. Der Ablauf eines Bedrohungsszenarios wird von der Software ereignisgesteuert simuliert. Wesentliche Abschnitte sind dabei Anflug durch die Bedrohung, Detektion der Bedrohung durch die Sensoren, Entscheidungen zur Abwehr der Bedrohung durch einen Leitstand und Durchführung der Abwehr durch einen Effektor. Dabei auftretende Ereignisse, die Schäden verursachen können, wie Detonation einer Sprengladung oder Splittereinschläge, gehen in die Schadensberechnung der betroffenen Objekte ein. Dadurch werden spezifische Situationen bewertbar. Mit Hilfe von automatisierten Parametervariationen und Monte-Carlo-Simulationen können weitergehende Analysen durchgeführt werden.