Systemsicherheit und Funktionale Sicherheit


Technische Systeme und Anlagen müssen sicher betrieben werden. Der Schutz von Leib und Leben von Personen im Arbeitsalltag gehört zu den vornehmsten Aufgaben eines verantwortungsvollen Umgangs miteinander. Eine Reihe von Vorschriften und Regelungen bilden den verpflichtenden gesetzlichen Rahmen für die Betreiber von potentiell gefährdenden Systemen und Anlagen.

Damit Anlagen, Systeme und Arbeitsmittel sicher betrieben werden können, müssen bereits in frühen Stadien ihrer Entwicklung die entscheidenden Weichen richtig gestellt werden. Dazu zählen die Etablierung eines geeigneten Vorgehensmodells im entwickelnden Unternehmen, die Berücksichtigung relevanter Sicherheitsnormen und die verbindliche Anwendung eines vereinbarten Sicherheitsprogramms.

Je nach Branche und Anwendung tragen die zusätzlichen Anforderungen der Funktionalen Sicherheit  an einen modernen Entwicklungsprozess nicht unerheblich zu den gesamten Entwicklungskosten bei. So setzt die Umsetzung von dedizierten Sicherheitsmaßnahmen – sogenannten Sicherheitsfunktionen – die vorherige Durchführung von detaillierten Sicherheitsanalysen voraus. Auch muss im Rahmen der Validierung sichergestellt werden, dass die entwickelten Sicherheitsfunktionen tatsächlich greifen. Am besten auf rein technischer Basis, d.h. ohne dass einem Nutzer zusätzliche Sicherheitsverantwortung aufgebürdet wird.

Sicherheit ist die Qualität der Sicherheitsfunktionen

Aktuelle Sicherheitsnormen, die dem Stand-der-Technik folgen, definieren für die Entwicklung von Produkten mit Sicherheitsbezug einen Sicherheitslebenszyklus. Dieser reicht von der frühen Konzeptphase über die Realisierung des Systems bis hin zu seiner Außerbetriebnahme. In jeder Phase dieses Sicherheitslebenszyklus kommen spezifische Anforderungen auf den Entwickler zu.

Einen sehr wichtigen Beitrag zur Herstellung sicherer Systeme leistet eine Sicherheitsanalyse. Mit ihrer Hilfe werden die Gefährdungen eines Systems identifiziert und bewertet. Eine fundierte Sicherheitsanalyse ist erforderlich, um Risikominderungsmaßnahmen gezielt und wirkungsvoll umsetzen zu können. Ihre Methoden ermöglichen es, potentielle Schwachstellen zu erkennen und den Nachweis der Funktionalen Sicherheit zu führen.

Waffensystemsicherheit

Aktuelle Produktnormen zur Funktionalen Sicherheit sind heutzutage oft aus der Sicherheitsgrundnorm DIN EN 61508 abgeleitet. Im wehrtechnischen Bereich wird die DIN EN 61508 direkt angewendet, wobei Bundeswehr-spezifische Ergänzungen greifen. tms verfügt durch die in den vergangenen Jahren durchgeführten Beratungen von Industrieunternehmen und im Auftrag von Bundesämtern durchgeführten Auditierungen über nachgewiesene Expertise in der Thematik der Funktionalen Sicherheit.

Dienstleistungen, die wir erbringen:

  • Durchführung von Sicherheitsanalysen, z.B. mit
    • Fehlerbaumanalysen (FTA)
    • Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalysen (FMEA)
  • Durchführung von unabhängigen Sicherheitsaudits
  • Bewertung der Sicherheit von technischen Systemen
    • Software-Safety
    • Elektronische Hardware
    • Programmierbare Logik (PLD, FPGA)
  • Durchführung von Prüfungen und Audits, z.B. auf der Basis von:
    • DIN EN 61508
    • ISO 26262
    • MIL-STD-882
  • Sicherheitstechnische Begleitung von Entwicklungen
  • Gefährdungsbeurteilungen
  • Prüfungen zur Zertifizierung der Sicherheitsintegrität
  • Unterstützung beim Sicherheitsnachweis, z.B.
    • Nachweis der systematischen Eignung
    • Erstellung von Sicherheitshandbüchern